ein eigener erfahrungsbericht ...
im folgenden eine kurze anleitung, wie man am besten und leichtesten bordüren anbringen kann.
als erstes legen sie die höhe fest. wenn sie sich mit der höhe noch nicht sicher sind, dann befestigen sie die bordüre mit stecknadeln an der wand und lassen es auf sich wirken. so können sie auch leicht unterschiedliche höhen ausprobieren und miteinander vergleichen. wenn sie sich für eine höhe entschieden haben, kommt die feinarbeit.
dann mit einem zollstock o.ä. genau maß nehmen und die höhe mit kleinen bleistiftstrichen an der wand kennzeichnen.
ruhig mehrere markierungen vornehmen (ca. alle 30-40 cm) um später besser anlegen zu können.
dabei entweder am boden oder an der decke orientieren, sodass die bordüre später zu einem dieser bezugspunkte paralell angebracht wird. räume sind meistens immer etwas schräg - zumindest muss man damit rechnen. deswegen ist eine bezugslinie wichtig - am besten die nehmen, die näher ist. man unterschätzt oft die wirkung von ein paar millimetern. sie fallen sofort auf.
die bordüre vorher passend schneiden. die stücke immer ein bisschen länger lassen - an jeder seite ca. 10 cm - und beim zuschneiden darauf achten, dass man evtl. vorhandene motive berücksicht. um diese "ganz" lässt.
die bordüre mit einem pinsel oder tuch mit dem tapetenkleister bestreichen. an einer seite ansetzen. ruhig ein paar cm überstand lassen, weil man jetzt noch nicht den genauen winkel abschätzen kann und sich meist erst am schluss feststellt, wie sich die schnittkante zur raumecke verhält. insofern besser hinterher anpassen.
noch ein tipp: sobald man einen anfang gefunden hat, die bordüre mit einer reisszwecke oder einer nadel an der tapete/wand befestigen. solange der kleister noch nicht hält und man üner die gesamte wandbreite die bordüre anbringt, kann es passieren, dass sie sich leicht durch das eigengewicht wieder von der wand löst.
die bordüre ist an einem ende befestigt. nun kann man in aller ruhe die borte entlang der markierungen an der wand befestigen. nach und nach fest andrücken - das kann man am besten mit einem (sauberen und trockenem) tuch machen. über die gesamte
länge immer wieder feststreichen, bis man sicher ist, dass sich die bordüre durch das eigengewicht nicht wieder löst. einzelne wellen können jetzt auch leicht ausgestrichen werden.
einzelne stellen ruhig wieder ablösen, wenn man sieht, dass kleister fehlt. das kann man problemlos nach und nach machen.
die beiden enden sauber in die raumecken drücken, sodass eine kante ensteht. beide enden noch einmal ein stückchen abziehen und die vorher entstandene kante noch einmal scharf knicken, um eine saubere und gut sichtbare schnittkante zu erhalten.
entlang dieser schnittkante mit einer möglichst langen scheere (wegen der ansätze) die enden sauber abschneiden. so bekommen sie einen perfekten ansatz.
danach wieder sauber andrücken und ggf. mit etwas kleister nachhelfen.
wenn die bordüre auf einer raufaser klebt und die ränder ein wenig stören, dann kann man gut ein küchen/papiertuch mit kleister tränken und mit starken aufrechten zickzackbewegungen entlang der bordürenkante nacharbeiten. bei den bewegungen in die eine richtung wird der kleister unter die kante gepresst und bei der entgegengesetzten bewegung wird die kante sofort stark angepresst.
dass kann man dann immer wieder nach bedarf wiederholen. jedesmal mit weniger oder ggf. mit keinem kleister mehr. guter tapetenkleister wird unsichtbar, wenn er getrocknet ist. er ist dann also weder auf der wand noch auf der bordüre zu sehen. also keine scheu.
nicht wundern, wenn die bordüre etwas "eng" anliegt und jeder pickel zu sehen ist. wenn der kleister trocknet, dann zieht sie sich wieder ein wenig glatt. ebenso nicht bei dunklen flecken auf der wand erschrecken. auch das trocknet wieder weg. zur not kann man, wenn alles getrocknet und fertig ist evtl. entstandene umrisse mit wasser abwaschen.
so das war es im grossen ganzen. jetzt hängt die bordüre und sieht wunderschön aus.
viel spass!
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